Category archives: Genderzentrum

Gender Lectures – Ziba Mir-Hosseini: Islam and Feminism – Between Theology and Politics

An aktuellen Transformationsprozessen in Tunesien, Ägypten, Libyen, Syrien oder Jemen sind Frauen stark beteiligt. In hiesigen Medien wird deren längerfristige politische Partizipation in den arabischen Ländern aber in Frage gestellt. Beispielsweise wird nach den Konsequenzen einer ausschließlich männlichen Besetzung des ägyptischen Verfassungskomitees gefragt. Gleichzeitig nehmen aber Frauen im arabischen Raum nicht erst seit den jüngsten Ereignissen vielfältigen Einfluss auf Politik, Gesellschaft und Kultur oder erstreiten sich diesen, dementsprechend muss eine Betrachtung von Frauen(bewegungen) auch historisch vorgehen.

Können diese lokal zu differenzierenden Einmischungen von Frauen an gesellschaftlichen und politischen Umbrüchen innerhalb eines regionalen Kontextes verortet werden oder sind sie gar ein Anzeichen globaler Aufbrüche von Frauen? Führt die aktuelle mediale Sichtbarkeit arabischer Frauen(bewegungen) perspektivisch zu einem stärkeren Austausch zwischen Frauenbewegungen weltweit oder gar einer Internationalisierung feministischer Kämpfe? Kann von gemeinsamen globalen Aufbrüchen überhaupt ausgegangen werden, angesichts der – darauf haben vor allem postkoloniale Feministinnen hingewiesen – unterschiedlichen ökonomischen, gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Lebenslagen von Frauen im globalen Süden und globalen Norden und damit verbundenen Begrenzungen von ‚westlichen’ Begriffen und Konzepten feministischer Bewegungen und Praxen.

Diese Fragen sollen bei den diesjährigen Gender Lectures im Wintersemester 2011/12 diskutiert werden. Eingangs werden vor allem auf einer theoretischen Ebene auf postkoloniale feministische Kritik sowie Veränderung von Frauenbewegungen im globalen Süden bspw. durch neue Zugänge zu Medien und internationalen Netzwerke eingegangen und diese in ihrer historischen Entwicklung verortet. Schließlich fokussieren die Vorträge lokale Aufbrüche von Frauen in der Middle East & North Africa (MENA-) Region und stellen auch die Frage, welche globalen Bedeutungen diesen zugemessen werden können.

Die Aufnahme steht unter der CC-BY-NC-SA 3.0 Lizenz

Show Notes:

Ziba Mir-Hosseini

Musawah

José Casanova

WP: Edward Said

WP: Leila Ahmed

WP: Wikipedia

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Gender Lectures – Renate Kreile: Kein Frühling für Frauenrechte? Umbrüche Gender Politik in der arabischen Welt

An aktuellen Transformationsprozessen in Tunesien, Ägypten, Libyen, Syrien oder Jemen sind Frauen stark beteiligt. In hiesigen Medien wird deren längerfristige politische Partizipation in den arabischen Ländern aber in Frage gestellt. Beispielsweise wird nach den Konsequenzen einer ausschließlich männlichen Besetzung des ägyptischen Verfassungskomitees gefragt. Gleichzeitig nehmen aber Frauen im arabischen Raum nicht erst seit den jüngsten Ereignissen vielfältigen Einfluss auf Politik, Gesellschaft und Kultur oder erstreiten sich diesen, dementsprechend muss eine Betrachtung von Frauen(bewegungen) auch historisch vorgehen.

Können diese lokal zu differenzierenden Einmischungen von Frauen an gesellschaftlichen und politischen Umbrüchen innerhalb eines regionalen Kontextes verortet werden oder sind sie gar ein Anzeichen globaler Aufbrüche von Frauen? Führt die aktuelle mediale Sichtbarkeit arabischer Frauen(bewegungen) perspektivisch zu einem stärkeren Austausch zwischen Frauenbewegungen weltweit oder gar einer Internationalisierung feministischer Kämpfe? Kann von gemeinsamen globalen Aufbrüchen überhaupt ausgegangen werden, angesichts der – darauf haben vor allem postkoloniale Feministinnen hingewiesen – unterschiedlichen ökonomischen, gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Lebenslagen von Frauen im globalen Süden und globalen Norden und damit verbundenen Begrenzungen von ‚westlichen’ Begriffen und Konzepten feministischer Bewegungen und Praxen.

Diese Fragen sollen bei den diesjährigen Gender Lectures im Wintersemester 2011/12 diskutiert werden. Eingangs werden vor allem auf einer theoretischen Ebene auf postkoloniale feministische Kritik sowie Veränderung von Frauenbewegungen im globalen Süden bspw. durch neue Zugänge zu Medien und internationalen Netzwerke eingegangen und diese in ihrer historischen Entwicklung verortet. Schließlich fokussieren die Vorträge lokale Aufbrüche von Frauen in der Middle East & North Africa (MENA-) Region und stellen auch die Frage, welche globalen Bedeutungen diesen zugemessen werden können.

Die Aufnahme steht unter der CC-BY-NC-ND 2.0 Lizenz

Show Notes:

Renate Kreile | http://www.wissenschaft-und-frieden.de/seite.php?artikelID=1738

WP: Asmaa Mahfouz
WP: Isobel Coleman
WP: Maxine Molyneux
WP: Aisha Taymur
WP: Hoda Shaarawi
WP: Zainab al-Ghazali
Diane Singerman
WP: Asef Bayat
WP: Sameh Naguib
Salwa Ismail
Omayma Abdel-Latif
WP: Lila Abu-Lughod
Gita Sen
Mariz Tadros

WP: Wikipedia

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Gender Lectures – Ilse Lenz: Machtmenschen, Marginalisierte und Schattenmenschen … Zur Diskussion um Klasse, Migration, Geschlecht.

Im Wintersemester 2010/11 finden an der Philipps Universität zum dritten Mal die „Gender Lectures“ statt. In vier Gastvorträgen referieren externe Wissenschaftlerinnen zu Themen aktueller Debatten in der Geschlechterforschung und nehmen dabei Bezug auf einen der Arbeitsschwerpunkte des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung.

Dieses Wintersemester fragen die Gender Lectures „Was bewegt die Geschlechterverhältnisse?“. Angeregt wird diese Fragestellung durch den im Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung entwickelten Forschungsfokus “Bewegte Transformation: Bewegungs- und Transformationsdynamiken im Wandel der Geschlechterverhältnisse“, in dem Marburger Wissenschaftler_innen der Frage nach dem Zusammenhang von Emanzipationsbewegungen von Frauen und dem Wandel der Geschlechterverhältnisse nachgehen.

Die Aufnahme steht unter der CC-BY-NC-SA Lizenz

Shownotes:

Die Neue Frauenbewegung in Deutschland – Abschied vom kleinen Unterschied: Ausgewählte Quellen
Stefan Hirschauer
Kimberley W. Crenshaw
Nina Delege
Gabriele Winker
Nira Yuval-Davis
Amartya Sen
WP: Thomas Marshall
WP: Nancy Fraser
Axel Honneth
WP: Salman Rushdie
Jörg Alt
Mikrozensus 2005

WP = Wikipedia

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Gender Lectures – Gabriele Dietze: Okzidentalismus, anti-muslimischer Rassismus und ,Sexual Politics’

Im Wintersemester 2010/11 finden an der Philipps Universität zum dritten Mal die „Gender Lectures“ statt. In vier Gastvorträgen referieren externe Wissenschaftlerinnen zu Themen aktueller Debatten in der Geschlechterforschung und nehmen dabei Bezug auf einen der Arbeitsschwerpunkte des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung.

Dieses Wintersemester fragen die Gender Lectures „Was bewegt die Geschlechterverhältnisse?“. Angeregt wird diese Fragestellung durch den im Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung entwickelten Forschungsfokus “Bewegte Transformation: Bewegungs- und Transformationsdynamiken im Wandel der Geschlechterverhältnisse“, in dem Marburger Wissenschaftler_innen der Frage nach dem Zusammenhang von Emanzipationsbewegungen von Frauen und dem Wandel der Geschlechterverhältnisse nachgehen.

Die Aufnahme steht unter der CC-BY-NC-SA Lizenz

Shownotes:

AutorInnEn:

 

WP = Wikipedia, gBooks = google Books
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Gender Lectures – Gabriele Winker: Soziale Reproduktion in der Krise. Ein feministischer Beitrag zur Kapitalismuskritik

Im Wintersemester 2010/11 finden an der Philipps Universität zum dritten Mal die „Gender Lectures“ statt. In vier Gastvorträgen referieren externe Wissenschaftlerinnen zu Themen aktueller Debatten in der Geschlechterforschung und nehmen dabei Bezug auf einen der Arbeitsschwerpunkte des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung.

Dieses Wintersemester fragen die Gender Lectures „Was bewegt die Geschlechterverhältnisse?“. Angeregt wird diese Fragestellung durch den im Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung entwickelten Forschungsfokus “Bewegte Transformation: Bewegungs- und Transformationsdynamiken im Wandel der Geschlechterverhältnisse“, in dem Marburger Wissenschaftler_innen der Frage nach dem Zusammenhang von Emanzipationsbewegungen von Frauen und dem Wandel der Geschlechterverhältnisse nachgehen.

Die Aufnahme steht unter der CC-BY-NC-SA Lizenz

Shownotes:
Gabriele Winker: http://www.tu-harburg.de/agentec/winker/

TU Hamburg-Harburg: http://www.tu-harburg.de/

Feministisches Institut Hamburg: http://www.feministisches-institut.de/

Melanie Groß / Gabriele Winker (Hg.): Queer- | Feministische Kritiken neoliberaler Verhältnisse: http://www.unrast-verlag.de/unrast,2,262,8.html

Klaus Dörre, Stephan Lessenich, Hartmut Rosa: Soziologie – Kapitalismus – Kritik – Eine Debatte: http://www.suhrkamp.de/buecher/soziologie_-_kapitalismus_-_kritik-klaus_doerre_29523.html

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Babara Holland-Cunz – Krisen und Utopien

Im Rahmen der Gender Lectures “Kritik-Emanzipation-Utopie” schloss  Prof. Barbara Holland-Cunz von der Universität Gießen zum Thema “Krisen und Utopien” am 2. Februar 2010 die Gender Lectures im Wintersemester 2009/2010 ab.

Parallel spielte leider das Studiensynphonieorchester, was auf der Aufnahme zu hören ist.

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Rita Radl-Philipp – Symbolische Gewalt gegen Frauen und Medien

Der Vortrag von Prof. Dr. Radl-Philipp “Symbolische Gewalt gegen Frauen und Medien” am 15.07.2010 in Marburg hier zum nachhören. Mehr Informationen zur Ringvorlesung des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung unter: http://www.uni-marburg.de/genderzukunft/

Referent/Beteiligte:

Prof. Dr. Radl-Philipp – Universidade de Santiago de Compostela

Weitere Informationen:

Die Ringvorlesung “Gender Studies und feministische Wissenschaft” ist interdisziplinär und wird von Lehrenden verschiedener Fachbereich der Philipps-Universität Marburg sowie von Gastdozentinnen und -dozenten anderer Universitäten gestaltet. Die ReferentInnen und die Themen der weiteren Vorträge im Rahmen der Ringvorlesung finden Sie hier. Die Veranstaltung findet jeweils Donnerstag von 18:00 bis 20:00 Uhr im Hörsaalgebäude, Biegenstr. 14, Raum HG 207 statt.

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Nikita Dhawan – Gendering Post/Kolonialismus, Decolonising Gender

Der Vortrag von Prof. Dr. Nikita Dhawan “Gendering Post/Kolonialismus, Decolonising Gender” am 28.04.2010 in Marburg hier zum nachhören. Mehr Informationen zur Ringvorlesung des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung unter: http://www.uni-marburg.de/genderzukunft/

Referent/Beteiligte:

Prof. Dr. Nikita Dhawan – Politikwissenschaft, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt

Weitere Informationen:

Die Ringvorlesung “Gender Studies und feministische Wissenschaft” ist interdisziplinär und wird von Lehrenden verschiedener Fachbereich der Philipps-Universität Marburg sowie von Gastdozentinnen und -dozenten anderer Universitäten gestaltet. Die ReferentInnen und die Themen der weiteren Vorträge im Rahmen der Ringvorlesung finden Sie hier. Die Veranstaltung findet jeweils Donnerstag von 18:00 bis 20:00 Uhr im Hörsaalgebäude, Biegenstr. 14, Raum HG 207 statt.

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Heinz-Jürgen Voss – Das Geschlecht der Gleichen

Einen Audio-Mitschnitt des Vortrags von Heinz-Jürgen Voss “Das Geschlecht der Gleichen. Entsprechungen und Gleichheit von Mann und Frau in biologischen Geschlechtertheorien” am 21.04.2010 in Marburg können Sie ab sofort als Podcast anhören.

Referent/Beteiligte:

Dr. Heinz-Jürgen Voss – Biologie, Universität Bremen

Weitere Informationen:

Historische Arbeiten neuerer Geschlechterforschung, die sich biologisch-medizinischen Geschlechtertheorien zuwandten, haben Geschlechterdifferenz betont. So arbeiteten Thomas Laqueur, Londa Schiebinger und Claudia Honegger heraus, dass ab etwa 1800 in solchen Theorien „Frau“ und „Mann“ anatomisch und physiologisch deutlich unterschieden worden seien, auch deutlicher als in den Jahrhunderten zuvor. Theorien die mehr Gewicht auf die Entsprechung und Gleichheit von „Frau“ und „Mann“ legten wurden in diesen Arbeiten als vereinzelte Zwischenrufe kenntlich gemacht. Das waren sie keineswegs.Mit einem einseitigen Blick auf Differenz fokussierende Arbeiten trägt man dazu bei, dass die Annahme gestärkt wird, dass „biologisches Geschlecht“, dass Differenz zweier Geschlechter „natürlich“ – im Sinne von vorgegeben und unabänderlich – sei. Daher wird in diesem Input ein anderer Blick eröffnet: Es wird explizit auf Entsprechung und Gleichheit in biologisch-medizinischen Geschlechtertheorien geschaut. Es wird herausgestellt, wie um 1800 für „Frau“ und „Mann“ ein gleichwertiger Beitrag zur Zeugung beschrieben wurde, dies in Abkehr von Präformationstheorien. Es wird ausgeführt, wie um 1800 oftmals die „weiblichen“ und „männlichen“ Genitalien als sich entsprechend bzw. zumindest mit einem gemeinsamen embryonalen Ursprung herausgestellt wurden. Es wird deutlich gemacht, wie die Sichtweise eines gemeinsamen Ursprungs in der Entwicklungsbiologie Verbreitung fand und heute eine anerkannte Sichtweise in der Entwicklungsbiologie darstellt. Und es wird herausgearbeitet, dass auch heutige Geschlechtertheorien mehr und mehr nur noch den Schluss zulassen: Differenz zweier Geschlechter gibt es nicht. Es wird zu einer breiten Diskussion über biologisch-medizinische Geschlechtertheorien und ihre gesellschaftliche Herstellung angeregt. Was heißt es, wenn Menschen nach Geschlecht nicht mehr in zwei oder wenige Gruppen unterschieden werden können?

mehr Informationen auf : http://www.uni-marburg.de/genderzukunft/

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Das Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung

Original erschienen bei der Aktiven Fachschaft Politikwissenschaft:

Letzte Woche haben wir uns mit dem Team des Zentrums für Genderstudies und feministische Zukunftsforschung getroffen. Wir haben mit Anja Lieb, Eva Berendsen und Daniela Kreutter ein interessantes Gespräch über die Entstehungsgeschichte, die aktuellen Aktivitäten und auch Ansatzpunkte für eine eventuelle Mitarbeit von euch geführt.

Von den aktuellen Aktivitäten sind meiner Meinung nach besonders die Gender Lectures hervorzuheben. Das Hauptthema ist Kritik – Emanzipation – Utopie. Die nächste Sitzung findet am 12.01. Andrea Maihofer statt. Die letzte Veranstaltung mit Frieda Haug könnt ihr sogar gleich hier nachhören.

Wir hoffen das euch das Gespräch gefallen hat. Kritik, Anmerkungen und Kommentare sind natürlich weiterhin gern gesehen.

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