Category archives: Genderzentrum

Theodora Becker: Die (un)kontrollierte Frau. Prostitution und staatliche Überwachung im 19. Jahrhundert und heute

Das ambivalente Verhältnis der bürgerlichen Gesellschaft zur Prostitution lässt sich auf die Frage zuspitzen, warum und inwiefern die Prostitution in ihr nicht als Arbeit gilt, während sie zugleich doch nichts anderes sein kann als Erwerbsarbeit. Die Floskel, Prostitution sei “kein Beruf wie jeder andere”, wird auch in der gegenwärtigen Debatte um das neue Gesetz zur Regulierung der Prostitution immer wieder verwendet. Mit ihr wird legitimiert, dass es für die Prostitution andere Regeln brauche als für andere Erwerbstätigkeiten. Im Zentrum der Debatte steht dabei heute der angebliche “Schutz” von (migrantischen) Prostituierten vor Ausbeutung und Zwang, was sich auch in der Benennung des neuen Gesetzes als “Prostituiertenschutzgesetz” widerspiegelt. Der wohlmeinende Titel verdeckt die Tatsache, dass das Gesetz, dessen erklärtes Ziel es ist, “die in der Prostitution Tätigen besser zu schützen” und “ihr Selbstbestimmungsrecht zu stärken”, in erster Linie repressive und bürokratische Maßnahmen enthält, die darauf zielen, das Ausmaß der Prostitution zu verringern und das Gewerbe einer umfassenden staatlichen Überwachung zu unterwerfen: von einer Registrierungspflicht für Sexarbeiterinnen über eine Kondompflicht im Sexgewerbe bis zu strikten Auflagen für sämtliche Arten von “Prostitutionsstätten”.

Das Gesetz steht damit in einer Kontinuität mit der staatlichen Regulierung der Prostitution in der bürgerlichen Gesellschaft seit etwa der Mitte des 19. Jahrhunderts, die stets davon ausging, dass die Prostitution in ordnungspolitischer, hygienischer, sittlicher, strafrechtlicher und geschlechterpolitischer Hinsicht ein gesellschaftliches Problem darstellt, dem mit repressiven Maßnahmen gegen Prostituierte und Bordellbetreiber (bzw. “Zuhälter”) zu begegnen sei. Dabei lässt sich ein Wechselspiel zwischen Überwachung und Verdrängung, Regulierung und Verbot der Prostitution feststellen, was sowohl die ambivalente gesellschaftliche Haltung zur Prostitution (zwischen notwendiger Einrichtung und gesellschaftlichem Übel) ebenso wie das Scheitern der staatlichen Maßnahmen in Bezug auf die Kontrolle der Prostitution zeigt.

Das staatliche Handeln hatte dabei vier zentrale Ziele in Bezug auf die Prostitution: Erstens ihre Eindämmung und Einhegung, um ihre “entsittlichenden” Wirkungen auf die Gesellschaft so gering wie möglich zu halten; zweitens eine (polizeiliche) Kontrolle der Prostitution, um die mit ihr angeblich notwendig einhergehende Kriminalität zu bekämpfen und Schwarzarbeit, Irregularität und Informalität der Branche zu mindern: der Kampf gegen das “Milieu”; drittens gesundheitspolitische Maßnahmen, die verhindern sollen, dass durch die Risiken des wechselnden (öffentlichen) Geschlechtsverkehrs die “Volksgesundheit” beeinträchtigt wird; sowie viertens der “Schutz” der Prostituierten vor Ausbeutung, Gewalt und Zwang.

Auch wenn nun in der öffentlichen Debatte der letztere Aspekt in den Vordergrund gerückt wird, so ist doch der Schutz des “öffentlichen Anstandes” noch immer Teil der Gesetzgebung zur Prostitution, ebenso wie die strafrechtliche Regulierung. Eine konsequente Entkriminalisierung und Legalisierung sind nicht in Sicht.

Der Vortrag beleuchtet vor diesem Hintergrund das neue Gesetz und die Auswirkungen, die es haben könnte, sowie die Veränderungen und Kontinuitäten der gesellschaftlichen Ansichten zur Prostitution unter dem Aspekt der Sexualmoral und des Begriffs von Arbeit.

(Quelle des Textes)

Die Aufnahme steht unter der CC BY-SA 3.0 Lizenz

Referenzen

August Bebel – Der Sozialismus und die Frau

Alfred Blaschko

Siegfried Kracauer

Anna Pappritz

Cesare Lombroso

Karl Kraus

Play

Monika Jungbauer-Gans: “Frauen in der Wissenschaft – Gleiche Chancen, ungleiche Voraussetzungen?”

Acht von zehn Professuren sind in Deutschland von Männern besetzt. Frauen, die Wissenschaft als Beruf betreiben wollen, sind gegenüber ihren männlichen Mitwerbern mit erheblichen strukturellen Barrieren konfrontiert. Doch es scheint Bewegung in diese Konstellation gekommen zu sein: Daten des Statistischen Bundesamtes zufolge stieg der Frauenanteil bei Professuren etwa in den Sozialwissenschaften bundesweit von 16,2% im Jahr 2000 auf 37,2% im Jahr 2013 – ein Ergebnis, das sich ohne Zweifel auch auf gleichstellungspolitische Initiativen zurückführen lässt. Wie diese Entwicklung aber letztlich zu deuten ist, gibt innerhalb und außerhalb der Wissenschaft aktuell Anlass für kontroverse Debatten und kritische Fragen: Haben Frauen heute die besseren Chancen auf eine wissenschaftliche Karriere? Sind Männer damit womöglich die “Verlierer” gleichstellungs politischer Maßnahmen? Welche Faktoren beeinflussen in Deutschland die Chance, auf einen Lehrstuhl berufen zu werden? Und wo beginnt die sogenannte “gläserne Decke” der Wissenschaft?

Monika Jungbauer-Gans, Professorin für Empirische Wirtschaftssoziologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, spricht in ihrem Vortrag über gegenwärtige Voraussetzungen, Möglichkeiten und Beschränkungen einer beruflichen Karriere in der Wissenschaft. Ausgangspunkt bildet ihre von der DFG finanzierte Studie Determinants of Success in University Careers: Findings from the German Academic Labor Market, die sie 2013 gemeinsam mit Christiane Gross in der Zeitschrift für Soziologie veröffentlichte.

Die Aufnahme steht unter der CC BY-SA 3.0 Lizenz

Play

Eva von Redecker: Alltag und Utopie. Feministische Mikropolitik im Kontext

Der Vortrag nimmt seinen Ausgang von einer kritischen Diagnose derzeitiger Auseinandersetzungen um feministische Politik. So scheint eine “doppelte Defensive” einerseits auf Seiten feministischer Kritik zu partiellen, reparativen und lediglich Diskriminierungsmindernden Maßnahmen tendieren zu lassen. Diese provozieren aber nichtsdestotrotz auf Seiten des “Anti-Genderismus” die vehementesten Abwehrmanöver einer verwundeten regressiven Lebensform. Vermittlung bietet oft einzig eine liberale Rückzugsposition, in der niemandem irgendetwas vorgeschrieben werden soll. Aus der Perspektive feministischer Philosophie soll demgegenüber eine Perspektive radikalfeministischer Maximalforderungen profiliert werden, die letztlich universalisierbarer und inklusiver wäre als sich einzelne Minimalforderungen darstellen. Der Rückgriff auf exemplarische Autor_innen wie Audre Lorde, Luce Irigaray und Silvia Federici erlaubt, feministische Kritik als auf einen breiten utopischen Horizont geänderter Welt- und Selbstbeziehungen abzielendes Projekt zu reaktualisieren. Nichtsdestotrotz sind auf politischer Ebene eben jene eingangs erwähnten partiellen Strategien von immenser Wichtigkeit. Fragen etwa der Sprachpolitik ließen sich vor dem alternativen Hintergrund nicht als erbittert umkämpfte Selbstzwecke, sondern als Momente auffassen, in denen es möglich ist, sich mit feministischen Utopien solidarisch zu zeigen und diese episodisch zu antizipieren.

Die Referentin: Eva von Redecker ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für praktische Philosophie an der Humbolt-Universität zu Berlin und lehrt in diesem Semester im Rahmen des Heuss-Lectureship an der New School for Research in New York. Sie arbeitet an diesen Stellen an der Schnittstelle zwischen Kritischer Theorie und feministischer und (post)strukturalistischer Sozialphilosophie. Ihr Begriff der Revolution, welcher auch in ihrer Dissertation mit dem Namen “Metalepsis und Revolution. Eine performative Praxistheorie sozialen Wandels” eingeflossen ist, war einer der zentralen Referenzpunkte der Abschiedsvorlesung von Prof. Ingrid Kurz-Scherf. Am 28. Januar wird Eva von Redecker an der Philipps-Universität zu feministischen Mikropolitiken und Maximalforderungen sprechen.

Die Aufnahme steht unter der CC BY-SA 3.0 Lizenz

Referenzen:

Play

Ingrid Kurz-Scherf: Abschiedsvorlesung “Ich träume von einer Revolution”

Ingrid Kurz-Scherf, Mitbegründerin und langjährig engagiertes Mitglied des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung, verabschiedete sich im Sommersemester 2015 aus ihrem Amt als Professorin für Politik und Geschlechterverhältnis am Institut für Politikwissenschaft der Universität Marburg. Wir bedanken uns für ihr jahrelanges Engagement und freuen uns, hier ihre Abschiedsvorlesung für alle Interessierten zugänglich machen zu können.

Die Abschiedsvorlesung gibt es auch als Video-Mitschnitt unter: http://www.uni-marburg.de/genderzukunft/veranstaltungen/abschiediks/index_html

Play

RV-03-15 Juana Remus: “Familien nach rechtlichem Ideal?! Zur Rolle des Rechts bei der Konstruktion von familialen Lebensweisen”

Anmerkung:

Da der Vortrag Zwischenfragen erlaubte und sich die Fragen und Antworten nicht leicht vom Rest des Vortrages trennen ließen haben wir Zwischenfragen nachvertont.

Interdisziplinäre Ringvorlesung im Sommersemester 2015

Im Rahmen des Studienprogramms “Gender Studies und feministische Wissenschaft”

Themenschwerpunkt: Konstrukt Familie. Neue Konstellationen, alte Normativitäten und kritische Befragungen aus der Perspektive der feministischen Wissenschaft

Von der Kritik am männlichen Gewaltmonopol in der Familie und der monogamen Ehe über die Infragestellung der heteronormativen Kleinfamilie bis zu den neo­liberalen Zumutungen an Ver­ein­­barkeiten und den rassisierenden Implikationen moderner Familienideale ist die Fami­lie ein Schlüsselterrain feministischer Theorie und Politik. Die interdisziplinäre Ring­vor­le­sung des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung stellt das „Konstrukt Familie“ ins Zentrum kritisch-feministischer Betrachtungen und fragt:

  • Welche gegenwärtigen Zugänge gibt es in den Gender Studies zu den Realitäten aktueller Familienkonstellationen?
  • Welche umkämpften Normsetzungen und Weltsichten transportiert der Begriff Familie und welche alternativen Konzepte gibt es, um soziale Verant­wort­lichkeiten/Abhängig­keiten/Fürsorge-Beziehungen jenseits traditioneller Bestim­mun­gen neu zu denken?
  • Welche historischen und kulturvergleichenden Perspektiven wirft die feministische Wissen­­schaft auf das Konstrukt Familie? Welche Funktion kommt der Familie als Konstitutionselement gesellschaftlicher Ordnungen zu?
  • Welche Aus- und Einschließungen sind mit dem Konzept angesichts von Globalisierungs-/ Transnationalisierungsprozessen und nationalen Politiken verbunden?
  • Welche politischen Forderungen verbinden sich mit kritischen Blicken auf Familie und Verwandtschaft? Welche Utopien und Zukunftsvisionen lassen sich formulieren?

Die Aufnahme steht unter der CC BY-SA 3.0 Lizenz

Shownotes

Juana Remus

Play

RV-10-15 Anika Oettler: “Die soziale Konstruktion der lateinamerikanischen Familie”

Interdisziplinäre Ringvorlesung im Sommersemester 2015

Im Rahmen des Studienprogramms “Gender Studies und feministische Wissenschaft”

Themenschwerpunkt: Konstrukt Familie. Neue Konstellationen, alte Normativitäten und kritische Befragungen aus der Perspektive der feministischen Wissenschaft

Von der Kritik am männlichen Gewaltmonopol in der Familie und der monogamen Ehe über die Infragestellung der heteronormativen Kleinfamilie bis zu den neo­liberalen Zumutungen an Ver­ein­­barkeiten und den rassisierenden Implikationen moderner Familienideale ist die Fami­lie ein Schlüsselterrain feministischer Theorie und Politik. Die interdisziplinäre Ring­vor­le­sung des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung stellt das „Konstrukt Familie“ ins Zentrum kritisch-feministischer Betrachtungen und fragt:

  • Welche gegenwärtigen Zugänge gibt es in den Gender Studies zu den Realitäten aktueller Familienkonstellationen?
  • Welche umkämpften Normsetzungen und Weltsichten transportiert der Begriff Familie und welche alternativen Konzepte gibt es, um soziale Verant­wort­lichkeiten/Abhängig­keiten/Fürsorge-Beziehungen jenseits traditioneller Bestim­mun­gen neu zu denken?
  • Welche historischen und kulturvergleichenden Perspektiven wirft die feministische Wissen­­schaft auf das Konstrukt Familie? Welche Funktion kommt der Familie als Konstitutionselement gesellschaftlicher Ordnungen zu?
  • Welche Aus- und Einschließungen sind mit dem Konzept angesichts von Globalisierungs-/ Transnationalisierungsprozessen und nationalen Politiken verbunden?
  • Welche politischen Forderungen verbinden sich mit kritischen Blicken auf Familie und Verwandtschaft? Welche Utopien und Zukunftsvisionen lassen sich formulieren?

Die Aufnahme steht unter der CC BY-SA 3.0 Lizenz

Shownotes

Anika Oettler

Paul Bernhard Hill

Johannes Kopp

Johannes Huinink

Dirk Konietzka

Ernest Burgess

Kate McLean

Andrew Canessa

Play

RV-09-15 Marie Reusch, Viviane Vidot: “Familienpolitik und die Emanzipation von Müttern”

Interdisziplinäre Ringvorlesung im Sommersemester 2015

Im Rahmen des Studienprogramms “Gender Studies und feministische Wissenschaft”

Themenschwerpunkt: Konstrukt Familie. Neue Konstellationen, alte Normativitäten und kritische Befragungen aus der Perspektive der feministischen Wissenschaft

Von der Kritik am männlichen Gewaltmonopol in der Familie und der monogamen Ehe über die Infragestellung der heteronormativen Kleinfamilie bis zu den neo­liberalen Zumutungen an Ver­ein­­barkeiten und den rassisierenden Implikationen moderner Familienideale ist die Fami­lie ein Schlüsselterrain feministischer Theorie und Politik. Die interdisziplinäre Ring­vor­le­sung des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung stellt das „Konstrukt Familie“ ins Zentrum kritisch-feministischer Betrachtungen und fragt:

  • Welche gegenwärtigen Zugänge gibt es in den Gender Studies zu den Realitäten aktueller Familienkonstellationen?
  • Welche umkämpften Normsetzungen und Weltsichten transportiert der Begriff Familie und welche alternativen Konzepte gibt es, um soziale Verant­wort­lichkeiten/Abhängig­keiten/Fürsorge-Beziehungen jenseits traditioneller Bestim­mun­gen neu zu denken?
  • Welche historischen und kulturvergleichenden Perspektiven wirft die feministische Wissen­­schaft auf das Konstrukt Familie? Welche Funktion kommt der Familie als Konstitutionselement gesellschaftlicher Ordnungen zu?
  • Welche Aus- und Einschließungen sind mit dem Konzept angesichts von Globalisierungs-/ Transnationalisierungsprozessen und nationalen Politiken verbunden?
  • Welche politischen Forderungen verbinden sich mit kritischen Blicken auf Familie und Verwandtschaft? Welche Utopien und Zukunftsvisionen lassen sich formulieren?

Die Aufnahme steht unter der CC BY-SA 3.0 Lizenz

Shownotes

Viviane Vidot

Mechthild Veil

Silke Bothfeld

Marie Reusch

Cornelia Schadler

Anneli Rüling

Lena Correll

Adrienne Rich

Orna Donath

Nancy Fraser

Ingrid Kurz-Scherf

Alexandra Scheele

Play

RV-08-15 Carmen Birkle: “Family Matters: Familie im Spannungsfeld von Tradition und Veränderung in U.S.-amerikanischen Fernsehserien“”

Interdisziplinäre Ringvorlesung im Sommersemester 2015

Im Rahmen des Studienprogramms “Gender Studies und feministische Wissenschaft”

Themenschwerpunkt: Konstrukt Familie. Neue Konstellationen, alte Normativitäten und kritische Befragungen aus der Perspektive der feministischen Wissenschaft

Von der Kritik am männlichen Gewaltmonopol in der Familie und der monogamen Ehe über die Infragestellung der heteronormativen Kleinfamilie bis zu den neo­liberalen Zumutungen an Ver­ein­­barkeiten und den rassisierenden Implikationen moderner Familienideale ist die Fami­lie ein Schlüsselterrain feministischer Theorie und Politik. Die interdisziplinäre Ring­vor­le­sung des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung stellt das „Konstrukt Familie“ ins Zentrum kritisch-feministischer Betrachtungen und fragt: 

  • Welche gegenwärtigen Zugänge gibt es in den Gender Studies zu den Realitäten aktueller Familienkonstellationen?

  • Welche umkämpften Normsetzungen und Weltsichten transportiert der Begriff Familie und welche alternativen Konzepte gibt es, um soziale Verant­wort­lichkeiten/Abhängig­keiten/Fürsorge-Beziehungen jenseits traditioneller Bestim­mun­gen neu zu denken?

  • Welche historischen und kulturvergleichenden Perspektiven wirft die feministische Wissen­­schaft auf das Konstrukt Familie? Welche Funktion kommt der Familie als Konstitutionselement gesellschaftlicher Ordnungen zu? 

  • Welche Aus- und Einschließungen sind mit dem Konzept angesichts von Globalisierungs-/ Transnationalisierungsprozessen und nationalen Politiken verbunden?

  • Welche politischen Forderungen verbinden sich mit kritischen Blicken auf Familie und Verwandtschaft? Welche Utopien und Zukunftsvisionen lassen sich formulieren?

Die Aufnahme steht unter der CC BY-SA 3.0 Lizenz

Shownotes

Carmen Birkle

Isabell Heinemann

Cotton Mather

John Winthrop

Betty Freidan

Stuart Hall

Umberto Eco

Hugh Laurie

Andrea Press

Jason Mittell

LeRoy Ashby

Katharina Knoll

Paul Rosenblatt

Play

RV-07-15 Aliyah El Mansy: “Interreligiöse Ehen in der Antike”

Interdisziplinäre Ringvorlesung im Sommersemester 2015

Im Rahmen des Studienprogramms “Gender Studies und feministische Wissenschaft”

Themenschwerpunkt: Konstrukt Familie. Neue Konstellationen, alte Normativitäten und kritische Befragungen aus der Perspektive der feministischen Wissenschaft

Von der Kritik am männlichen Gewaltmonopol in der Familie und der monogamen Ehe über die Infragestellung der heteronormativen Kleinfamilie bis zu den neo­liberalen Zumutungen an Ver­ein­­barkeiten und den rassisierenden Implikationen moderner Familienideale ist die Fami­lie ein Schlüsselterrain feministischer Theorie und Politik. Die interdisziplinäre Ring­vor­le­sung des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung stellt das „Konstrukt Familie“ ins Zentrum kritisch-feministischer Betrachtungen und fragt: 

  • Welche gegenwärtigen Zugänge gibt es in den Gender Studies zu den Realitäten aktueller Familienkonstellationen?

  • Welche umkämpften Normsetzungen und Weltsichten transportiert der Begriff Familie und welche alternativen Konzepte gibt es, um soziale Verant­wort­lichkeiten/Abhängig­keiten/Fürsorge-Beziehungen jenseits traditioneller Bestim­mun­gen neu zu denken?

  • Welche historischen und kulturvergleichenden Perspektiven wirft die feministische Wissen­­schaft auf das Konstrukt Familie? Welche Funktion kommt der Familie als Konstitutionselement gesellschaftlicher Ordnungen zu? 

  • Welche Aus- und Einschließungen sind mit dem Konzept angesichts von Globalisierungs-/ Transnationalisierungsprozessen und nationalen Politiken verbunden?

  • Welche politischen Forderungen verbinden sich mit kritischen Blicken auf Familie und Verwandtschaft? Welche Utopien und Zukunftsvisionen lassen sich formulieren?

Die Aufnahme steht unter der CC BY-SA 3.0 Lizenz

Shownotes

Aliyah-Almuth El Mansy

Clifford Geertz

Gaius Musonius Rufus

Plutarch

Tacitus

Philon von Alexandria

Paulus

Play

RV-06-15 Maria Kontos: “Bezahlte Hausarbeit heute: Modernisierung und Refeudalisierung im familiären Kontext”

Interdisziplinäre Ringvorlesung im Sommersemester 2015

Im Rahmen des Studienprogramms “Gender Studies und feministische Wissenschaft”

Themenschwerpunkt: Konstrukt Familie. Neue Konstellationen, alte Normativitäten und kritische Befragungen aus der Perspektive der feministischen Wissenschaft

Von der Kritik am männlichen Gewaltmonopol in der Familie und der monogamen Ehe über die Infragestellung der heteronormativen Kleinfamilie bis zu den neo­liberalen Zumutungen an Ver­ein­­barkeiten und den rassisierenden Implikationen moderner Familienideale ist die Fami­lie ein Schlüsselterrain feministischer Theorie und Politik. Die interdisziplinäre Ring­vor­le­sung des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung stellt das „Konstrukt Familie“ ins Zentrum kritisch-feministischer Betrachtungen und fragt:

  • Welche gegenwärtigen Zugänge gibt es in den Gender Studies zu den Realitäten aktueller Familienkonstellationen?
  • Welche umkämpften Normsetzungen und Weltsichten transportiert der Begriff Familie und welche alternativen Konzepte gibt es, um soziale Verant­wort­lichkeiten/Abhängig­keiten/Fürsorge-Beziehungen jenseits traditioneller Bestim­mun­gen neu zu denken?
  • Welche historischen und kulturvergleichenden Perspektiven wirft die feministische Wissen­­schaft auf das Konstrukt Familie? Welche Funktion kommt der Familie als Konstitutionselement gesellschaftlicher Ordnungen zu?
  • Welche Aus- und Einschließungen sind mit dem Konzept angesichts von Globalisierungs-/ Transnationalisierungsprozessen und nationalen Politiken verbunden?
  • Welche politischen Forderungen verbinden sich mit kritischen Blicken auf Familie und Verwandtschaft? Welche Utopien und Zukunftsvisionen lassen sich formulieren?

Die Aufnahme steht unter der CC BY-SA 3.0 Lizenz

Shownotes

Maria Kontos

Helma Lutz

Rhacel Salazar Parrenas

Beate Roessler

Bridget Anderson

Play