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Noch weniger Reibungsverluste

In Omni Hijack Professional und Mist wegautomatisieren habe ich bereits beschrieben, wie ich aufnehme und dabei meine Shownotekommentare mache. Gestern habe ich ein wenig rumgespielt, um den Prozess noch ein wenig zu verbessern.

Aufnahmesituation

Während der Aufnahme höre ich also zu, ob AutorInnen genannt werden, die dann in die Shownotes kommen. Wenn ich Glück habe, dann stehen die Namen mit auf der Präsentation. Dann wechsle ich zu Omni Outliner Professional und klicke auf das Script-Icon, wodurch eine neue Zeile erstellt wird. Soweit so gut. Wenn der Name nicht verständlich ist, dann muss ich erstmal suchen, welche Person gemeint sein könnte. Google ist da eine gute Hilfe.

So oder so muss ich noch einen passenden Weblink zur genannten Person raussuchen. In jedem Fall mache ich dann zwei Sachen auf einmal. Weiter zuhören und im Web suchen.

Sachen schnell aus dem Kopf bekommen

Ich habe mir überlegt, dass es ganz cool wäre, wenn ich nur einen Knopf drücken bräuchte, um das Script auszulösen. Das könnte ich nun über ein Tastaturkürzel machen (das wäre die einfachste Variante, bei der ich mir aber das Kürzel merken müsste) oder ich mache es über eines der tollen iDevices. Schon länger wollte ich mal mit OSC, also Open Sound Control, experimentieren. Dazu benutze ich zwei Programme. Auf dem Mac kommt OSCulator zum Einsatz. OSCulator wartet auf einem Port auf OSC oder MIDI Signale. Dabei lassen sich Aktionen definieren, die ausgeführt werden, wenn ein bestimmtes Signal gegeben wird. In meinem Fall wird eine, mittlerweile modifizierte, Version des Apple Scripts für die Shownotes ausgeführt. Dazu später mehr.

Auf iOS gibt es mehrere Möglichkeiten. Ich habe mich für die kostenlose Variante entschieden: Control. Control gibt es für iOS und für Android. In Control lassen sich unterschiedliche Bedienflächen erstellen. Diese geben über OSC oder MIDI Signale an einen Empfänger, in diesem Fall OSCulator, ab. So habe ich mir ein simles Layout für das iPad Mini erstellt, dass eigentlich nur aus vier Buttons besteht. Wichtig ist dabei nur der Add Shownote Button, der ein OSC Signal raus schickt. Eben dieses, welches das Script auslöst.

Bild des Control Bedienfeldes

Das einzige wirkliche Manko an Control ist aber, dass die Dokumentation, sagen wir, nicht wirklich sehr hilfreich ist. Es hat mich doch recht viel Zeit gekostet rauszubekommen, wie ich mit JSON ein Bedienfeld erstellen kann, was macht was ich möchte. Das könnte besser werden.

Kleine Verbesserung im Apple Script

Am Apple Script habe ich ein wenig gedreht um zwei Sachen zu erreichten:

  • Wenn die Ziffer der Stunden oder der Minuten unter 10 ist, wird nicht mehr nur die Zahl angegeben, sondern es wird einen 0 am Anfang ergänzt. Aus 5 wird 05
  • Am Ende des Scripts wird der Omni Outliner in den Vordergrund geholt, damit ich sofort anfangen kann mit tippen

    tell application "Audio Hijack Pro"
        set _ses to first session whose hijacked is true
        set _time to get current recording time of _ses
        if _time > 0 then
            set theHours to (_time div hours)
            if (theHours < 10) then set theHours to (0 as string) & (theHours as string)
            set theRemainderSeconds to (_time mod hours)
            set theMinutes to (theRemainderSeconds div minutes)
            if (theMinutes < 10) then set theMinutes to (0 as string) & (theMinutes as string)
            set theRemainderSeconds to (theRemainderSeconds mod minutes)
            set _cont to theHours & ":" & theMinutes & ":" & (round theRemainderSeconds) as text
            tell application "OmniOutliner Professional"
                set MyDocument to front document
                tell MyDocument
                    make new child with properties {topic:_cont}
                end tell
            end tell
        end if
    end tell
    tell application "System Events"
        set frontmost of process "OmniOutliner Professional" to true
    end tell
    

Insgesamt spare ich mir also das suchen von Omni Outliner, um ihn aufzurufen und ich spare mir das Klicken des Script Icons.

Schnelles Suchen

Noch mehr Arbeit nimmt mir PopClip ab. PopClip ist ein kleines Hilfstool. Es wird aufgerufen, wenn mit der Maus / dem Trackpad Text markiert wird. Angepasst an den jeweiligen Text lassen sich dann Aktionen ausführen. Diese Bedienung ist an das Cut, Copy, Paste auf iOS angelehnt. Über Extensions lassen sich weitere Funktionen hinzufügen. In meinem Fall markiere ich den Text und kann mit meinem Klick eine Websuche oder eine Suche bei der Wikipedia starten. Wenn ich zum Beispiel das 10.000ste Mal die Wikipediaseite von Judith Butler suche, markiere ich einfach den Namen, klicke das Wikipedia Icon und brauche nur noch die URL der Seite kopieren, fertig.

Da geht noch mehr…

… war der erste Gedanke. Der Plan: Über OSC ein AppleScript oder einen (Automator) Dienst aufrufen, der über Apple Script die OPML Datei stript, also von jeder Outline nur den Inhalt des Namestags und die URL stehen lässt (brauch ich ja für Auphonic). Nachdem ich bestimmt drei Stunden daran gesessen habe das in AppleScript umzusetzen habe ich aufgegeben. Ich schiebe es einfach auf Apple Script im Automator, bei dem beim ersten Ausführen ein (nicht näher spezifizierter) Fehler geworfen wird, beim zweiten Ausführen die Operation klappt.
Also habe ich auf Twitter nachgefragt ob mir jemand helfen kann. Und siehe da: 7h3linguist hat sich erbarmt und mir ein Python Script geschrieben, was das Ganze für mich macht. Den Plan mit OSC an der Stelle verworfen und eine Hazel Regel angelegt, die im Ordner für meine Shownotes auf .opml Dateien wartet. Wenn eine gefunden wird, dann wird das Script aufgerufen und die Ausgabe direkt an Sublime Text 2 weitergegeben. Daraus muss der Text nur noch in Auphonic kopiert werden (als Shownotes direkt in der Datei) und in MarkDown, für das Blog, konvertiert werden. Das wiederum lässt sich mit Apple Script in einem Automator Dienst machen:

on replaceText(s, token, withToken)
    considering case
        set defaultDelimiter to text item delimiters of AppleScript
        set text item delimiters of AppleScript to token
        set elements to text items of s

        set text item delimiters of AppleScript to withToken
        set s to elements as string
        set text item delimiters of AppleScript to defaultDelimiter
    end considering
    return s
end replaceText

on trim(strg)
    ignoring white space
        -- do the left trim
        set left_counter to 1
        repeat with J from 1 to length of strg
            if ")
" = (character left_counter of strg) then
                set left_counter to left_counter + 1
            else
                exit repeat
            end if
        end repeat
        try
            set strg to text left_counter through -1 of strg
        on error
            set strg to ""
        end try
        -- end left trim

        -- do the right trim
        set right_counter to -1
        repeat with J from 1 to length of strg
            if "
[" = (character right_counter of strg) then
                set right_counter to right_counter - 1
            else
                exit repeat
            end if
        end repeat
        try
            set strg to text 1 through right_counter of strg
        on error
            set strg to ""
        end try
        -- end right trim
    end ignoring
    return strg
end trim

on run {input, parameters}
    set s to my replaceText(input, ".", ".")
    set s to my replaceText(s, "
", ")
[")
    set s to my replaceText(s, " - ", "](")
    set s to my replaceText(s, "
", "

")
    set s to "[" & s & ")"

    return s
end run

So weit, so gut :)

Kosten

Was kosten nun die verwendeten Sachen so??

Control für iOS ist kostenlos.

  • Hazel: 25$
  • PopClip: 4,49€

OSCulator wird nach dem Motto ‘name your price’ verkauft. Es wird aber ein Preisminimum von 14€ angegeben und ein Preis von 29€ vorgeschlagen.

RV-01-13: Barbara Grubner – Einführung: Sexualität und feministische Wissenschaft

Das aktuelle Programm der Ringvorlesung Gender Studies und feministische Zukunftsforschung bietet erneut elf interessante Vorträge von Lehrenden verschiedener Fachbereiche und von Gastdozent_innen anderer Universitäten und einen abschließenden Workshop am Ende des Semesters. Die Ringvorlesung findet jeweils Donnerstags von 18h-20h statt.

Die Aufnahme steht unter der CC BY-SA 3.0 Lizenz

Shownotes:

Barbara Grubner

Frigga Haug

Monique Wittig

Andrea Dworkin

Catherine McKinnon

Alice Schwarzer

Gayle Rubin

Pat Califia

Amber Hollibaugh

Patricia Hill Collins

Judith Butler

Gilbert Herdt – Ritualized Homosexuality in Melanesia

Michel Foucault – Sexualität und Wahrheit

Susan Brownmiller – Against Our Will: Men, Women, and Rape

Kate Millet

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Noch weniger Mist dank SublPress

Es geht um folgendes: So wenig Mist wie möglich.

Nicht die ganze Geschichte

Das klingt ersmal einfach. In meinem Post Mist Wegautomatisieren habe ich schon ein wenig darüber geschrieben. Der Post endet mit “Dann brauche ich das nur noch auf das Blog schmeißen und alle so \o/”. Das \o/ ist aber nur die halbe Wahrheit. Denn bisher habe ich (in meinem Sublime Text 2) an dieser Stelle einen in Markdown formatierten Text, der in ein WordPress muss. Und WordPress mag Out of the box kein Markdown. Eine bisherige Lösung wäre gewesen eine Blogging-Software wie Mars Edit (Mac) oder Mou (Mac) zu benutzen um aus dem MarkDown HTML oder Rich Text zu machen und den Text dann entweder direkt (mit Mars Edit) ans WordPress zu schicken oder es im Fall von Mou zu kopieren und dann über die Weboberfläche zu posten. Beides umständlich und im Fall von Mars Edit auch nicht günstig. Mal davon abgesehen, dass dafür je ein Mac von nöten ist.

Mehr Funktionalität für ST2

Auf Twitter habe ich dann über den Account Sublime Text Tips von einem Plugin für Sublime Text 2 gelesen: SublPress. Mit diesem Plugin lassen sich direkt aus dem Sublime Text 2 WordPressinstallationen verwalten und auch Artikel posten. Damit entfällt schon mal der Wechsel in den Browser oder ein anderes Programm, um den Artikel zu posten.
Bleibt weiterhin das Problem, dass der Text noch immer MarkDown ist. Dafür gibt es eine weitere Lösgung. In den Kommentaren zum Blogpost über SublPress verlinkt Josh Earl den Text Zero Friction Blogging. In dem Text werden einige Packages für Sublim Text 2 und MarkDown verlinkt. Im Einsatz habe ich jezt MarkDownEditing und MarkDownPreview. Damit bekommt MarkDown ein ansehnlicheres Theme verpasst und über MarkDownPreview kann ich mir direkt eine HTML-Vorschau generieren lassen. Was in der Folge heißt: Artikel schreiben/generieren -> HTML aus MarkDown erzeugen -> Neuen Post auf dem Blog eröffnen -> HTML einfügen -> veröffentlichen!! Und damit fast \o/

Fast \o/

Warum fast?? In den Podcast-Episoden gibt es ein Custom-Field names enclosure in dem die URL der Episode steht. Wenn ich jetzt noch rausbekomme wie ich dieses Feld setzen kann (oder die Funktionalität im Package nachgerüstet wird), dann: \o/

PS: Natürlich ist dieser Blogpost in ST2 entstanden :D

GL-02-1213: Erzsébet Barát – Reimagining Identity Politics: How to Aproach Ethnic Segregation of the Roma in Hungarian Educational Policies

Die Aufnahme entstand im Rahmen der Gender Lectures im Wintersemester 2012/13: “Globale Aufbrüche? Fokus: Formen feministischen Widerstands in Ost- und Mitteleuropa”

Erzsébet Barát (Central European University, Budapest) – Reimagining Identity Politics: How to Aproach Ethnic Segregation of the Roma in Hungarian Educational Policies

Die Aufnahme steht unter der CC BY-SA 3.0 Lizenz

Shownotes:

Erzsébet Barát

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RV-12-05: Sarah Elsuni – Feministische Rechtswissenschaft – oder: Was hat Recht mit Geschlecht zu tun?

Diese Aufnahme entstand im Rahmen der interdisziplinären Ringvorlesung “Wissen, Macht, Geschlecht” des Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung Marburg.

Sarah Elsuni (Rechtswissenschaft) Feministische Rechtswissenschaft – oder: Was hat Recht mit Geschlecht zu tun?

Die Aufnahme steht unter der CC BY-SA 3.0 Lizenz

Shownotes:

Sarah Elsuni

WP: Olympe de Gouges

Ute Sacksofsky

WP: Judith Butler

WP = Wikipedia

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RV-12-08: Paul Scheibelhofer – How do you recognize a stranger? Wissen, Macht und die Konstruktion ‘fremder Männlichkeit’

Diese Aufnahme entstand im Rahmen der interdisziplinären Ringvorlesung “Wissen, Macht, Geschlecht” des Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung Marburg.

Paul Scheibelhofer: How do you recognize a stranger? Wissen, Macht und die Konstruktion ‘fremder Männlichkeit’

Die Aufnahme steht unter der CC BY-SA 3.0 Lizenz

Shownotes:

Paul Scheibelhofer

Sara Ahmed
WP: Raewyn Connell
WP: Mari Matsuda
WP: Stuart Hall
WP: Ruth Wodak
Didier Bigo
WP: Thilo Sarrazin
Alice Schwarzer
WP: Martina Salomon
WP: Necla Kelek
WP: Henryk Marcin Broder
WP: Peter Westenthaler
WP: Maria Fekter
WP: Bushido
Jin Haritaworn
WP: Jasbir K. Puar
Jennifer Peterson
Lisa Duggan

WP = Wikipedia

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60 Jahre Institut für Politikwissenschaft

Am 07. Februar 2012 feiert das Institut für Politikwissenschaft sein 60jähriges Jubiläum.

Das Institut für Politikwissenschaft des Fachbereichs 03 der Philipps-Universität Marburg feiert sein 60jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass findet am 07. Februar 2012 um 18.15 Uhr in der historischen Aula der Alten Universität eine festliche Abendveranstaltung statt. (Flyer)

Aufnahmen:

Grußwort von Prof. Dr. Joachim Schachtner, Vizepräsident der Philipps-Universität Marburg (noch nicht veröffentlicht)

Egon Vaupel, OB der Stadt Marburg (noch nicht veröffentlicht)

Grußwort von Juliane Sommer von der Aktiven Fachschaft Politikwissenschaft (noch nicht veröffentlicht)

Prof. Dr. Hubertus Buchstein zum Thema: “Politik und Kritik: Die Marburger Politikwissenschaft im Kontext der bundesdeutschen Entwicklung des Faches”

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IC-002: lisa:2 und der Antifaschistische Frauenblock Leipzig – Anspruch, Einspruch, Widerspruch

Ankündigungstext:

Am 20. April laden wir zu einer Veranstaltung mit dem Antifaschistischen Frauenblock Leipzig ein:
Anspruch, Einspruch, Widerspruch

Warum wird das Thema Feminismus in weiten Teilen der Linken nach wie vor mit spitzen Fingern angefasst? Wieso bleibt ein antisexistischer Anspruch oft inhaltsleer, sobald es über konkrete Übergriffe hinausgeht? Und warum treten in Auseinandersetzungen mit Sexismus immer wieder antifeministische Stereotypenbilder auf den Plan?

Die üblichen Reaktionsweisen von Wortlosigkeit bis Polemik auf antisexistische und feministische Texte und Interventionen zeigen zumindest etwas sehr deutlich: es wird Zeit, dass die ganze Sache mal auf den Tisch kommt. Wir wollen, um der allgemeinen Sprachlosigkeit etwas entgegenzusetzen, unsere Einschätzung des Status Quo von Feminismus und die Präsenz von Antifeminismus in der Linken vorstellen und mit euch diskutieren.

Link zur Veranstaltung

Antifaschistischer Frauenblock Leipzig

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PPA 03-00 Noetzel: Vorstellung

Warum eigentlich(e) Demokratie? Zu Formen und Subs- tanzen der Demokratie

  • Emanuel Richter (Aachen): Demokratischer Symbolismus und demokratische Praxis
  • Paula Diehl (Berlin): Postmoderne Politikerinszenierung und Postdemokratie. Zur Wechselwirkung zwischen symbolischer Praxis und Politikvorstellung
  • Jan-Paul Klünder (Marburg): Der Makel des Politischen. Giorgio Agamben als Prophet des Untergangs

Panelleitung:
Thomas Noetzel (Marburg)/ Nicklas Baschek (Marburg)

Die Aufnahme steht unter der CC BY-SA 3.0 Lizenz

Link zu Thomas Noetzel

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PPA 14-05 Kommentar Ute Behning

Ein Vortrag im Rahmen des Panels: Entkonsolidierung der Demokratie? Theorie und Empirie eines gesamteu- ropäischen Phänomens

  • Timm Beichelt (Frankfurt/ Oder): Prinzip „Worst Practice“? Zur Diffusion demokratiedefizienter Regimeelemente in mittelsüd- und westeuropäischen Staaten
  • Ingolfur Blühdorn (Bath/GB): Demokratiekrise, Postdemokratie, Postpolitik. Das postdemokratische Paradox und seine politische Praxis
  • Frank Nullmeier (Bremen): Transformationen demokratischer Staatlichkeit in den OECD-Staaten seit 1945
  • Kommentare: Ute Behning (Bramsche) & Ursula Birsl (Marburg)

Link: Ute Behning

Panelleitung:
Timm Beichelt (Frankfurt/ Oder), Moderation: Christiane Barnickel (Frankfurt/ Oder)

Die Aufnahme steht unter der CC BY-SA 3.0 Lizenz

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