Category archives: Allgemein

DOEFF-C-04: Näser-Lather – Se Non Ora Quando – netzbasierte Kommunikations- und Handlungsformen einer neuen italienischen Frauenbewegung

Se Non Ora Quando – Netzbasierte Kommunikations- und Handlungsformen einer neuen italienischen Frauenbewegung
Marion Näser-Lather, Universität Paderborn

Kurzzusammenfassung:
Am Beispiel der italienischen Frauenbewegung „Se non ora quando?“ („Wenn nicht jetzt, wann dann?“) analysiert die Autorin, welchen Einfluss die Nutzung von digitalen Infrastrukturen auf die diskursive Bearbeitung bewegungsinterner Themen und die Protestpraxen der Bewegung haben. Anhand von konkreten Beispielen wird gezeigt, wie bestimmte Online- und Offline-Formen der Kommunikation und Aktion genutzt werden und inwiefern sich dadurch die Hoffnungen auf stärkere Partizipation und egalitäre Strukturen innerhalb der Bewegung erfüllt haben.

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DOEFF-D-03: Montanari; Toscano – Political discourse formation on the internet and visual imagineries of protest events – A transition on the use of web tools from Seattle 1999 to Istanbul 2013

Political discourse formation on the internet and visual imagineries of protest events – A transition on the use of web tools from Seattle (1999) to Instanbul (2013)
Antje Winkler Giulia Montanari, Leibniz-Institut für Länderkunde
Javier Toscano, Plataforma de Investigación Nerivela, Mexico City

Kurzzusammenfassung:
Die Autorinnen zeigen, wie die Existenz und die Entwicklung von verschiedenen Online-Tools (Video, Blogging, Soziale Netzwerke etc.) bestimmte Diskursformen und Formen der Selbstdarstellung gestärkt und andere erschwert haben, wie bestimmte Technologien die Art und Weise der Verbreitung von politischen Inhalten beeinflusst haben und auf diese Weise auch den Inhalt und die Zielrichtung von politischen Forderungen beeinflussen. Gleichzeitig ermöglichen die neuen Technologien und Verbreitungswege auch eine neue Dimension von polizeilicher und sicherheitsdienstlicher Überwachung. Die Analyse konzentriert sich auf zwei unterschiedliche Protestereignisse: Die Proteste gegen den G8-Gipfel in Seattle 1999 und die Proteste im Gezi-Park in Istanbul 2013. Insbesondere die Rolle von spezifischen Web Tools auf die Produktion und Funktion des jeweiligen Netzwerks, aber auch auf die Entstehung von Zonen der Sichtbarkeit und Überwachbarkeit werden untersucht.

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DOEFF-C-02: Pauli – TTIP and political participation in the Web 2.0

TTIP and political participation in the Web 2.0
Anne Pauli, M.A., TU Aachen

Kurzzusammenfassung:
Die Autorin analysiert anhand der Aushandlungsprozesse über das Freihandels-Abkommen „Transatlantic Trade and Investment Partnership“ (TTIP), welchen Einfluss die digitale Öffentlichkeit auf den politischen Entscheidungsprozess ausüben konnte. Zentrale Frage ist, ob technische Fortschritte den Bürgerinnen und Bürgern mehr Einfluss und Macht auf politische Entscheidungsprozesse bringen konnte. Dafür wird die Verwendung unterschiedlicher digitaler Tools durch politische Kampagnen eingehender betrachtet und analysiert, unter anderem die Verbreitung politischer Botschaften über Blogs, Twitter, Youtube und Facebook. Im Vortrag werden einzelne Akteure, ihre Strategien und Kommunikationsmethoden genauer vorgestellt und auf ihren politischen Einfluss hin untersucht.

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DOEFF-02: Meßmer, Ganz – “Netzaktivismus in der Krise?”

“Netzaktivismus in der Krise?”

Anna-Katharina Meßmer, Dipl. Soziologin, assoziierte Mitarbeiterin des DFG-Projektes “Das optimierte Geschlecht?” an der LMU München. Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung.
Kathrin Ganz, Politikwissenschaftlerin (M.A.), wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsgruppe Arbeit-Gender-Technik an der TU Hamburg-Harburg und Mitorganisatorin der Tagung.

Kurzinfomationen:

Oberflächliche Analysen betrachten Netzaktivismus als eine flüchtige und wenig tiefgehende Form des politischen Engagements. Die Clicktivism-Diagnose deckt sich jedoch nicht mit den Erfahrungen von Aktivist*innen. Viele beschreiben, wie sie durch das Netz politisiert und empowert werden. Gleichzeitig schildern sie, wie aufreibend netzbasiertes Engagement sein kann.

So lassen sich in digitalen Öffentlichkeiten neue Dynamiken beobachten, die mit Begriffen wie Filterbubble, Shitstorm, Call-Out-Culture, und Doxxing und Netzaktivismus-Burnout beschrieben werden. Diese stehen für Aspekte, die innerhalb von netzaktivistischen Kontexten auf unterschiedliche Weise als krisenhaft erfahren werden – als persönlich erlebte Krise, die zum (zeitweisen) Rückzug aus dem Netz führt, als Krise von Online-Kollektiven und als „new culture war“ (Laurie Penny), der digitalen Öffentlichkeiten durchzieht.

Am Ende des ersten Tages loten Anna-Katharina Meßmer und Kathrin Ganz gemeinsam mit dem Publikum aus, wie diese Effekte eingeordnet werden können. Handelt es sich dabei tatsächlich um Spezifika des politischen Handelns in digitalen Öffentlichkeiten? War Aktivismus nicht immer anstrengend, entgrenzend und konfliktgeladen? Oder ist die zunehmende Polarisierung von Öffentlichkeit als Effekt von sich zuspitzenden gesellschaftlichen Widersprüchen zu deuten? Wir freuen uns auf eine lebhafte und interessante Diskussion mit den TeilnehmerInnen der Tagung!

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DOEFF-B-03: Büttner, Pittroff – Die politische Strategie der Reterritorialisierung des Internets zwischen analogen und digitalen Öffentlichkeiten – Soziologische Kartografie einer Debatte

Die politische Strategie der Reterritorialisierung des Internets zwischen analogen und digitalen Öffentlichkeiten
In diesem Vortrag geht es um Akteur*innen gehen, nämlich um wichtige Instanzen und Akteur*innen einer Neuverhandlung des Privaten im Internet

Barbara Büttner , Universität Kassel BMBF-Projekt »Kartografie und Analyse der Privacy-Arena«, barbara.buettner@uni-kassel.de
Fabian Pittroff, Universität Kassel BMBF-Projekt »Kartografie und Analyse der Privacy-Arena«, pittroff@uni-kassel.de

Kurzinformationen:
Die Rückbindung des Internets an national oder transnational definierte Räume soll verlorengeglaubte Sicherheit und Kontrolle wiederherstellen. Gelobt wird die Reterritorialisierung als adäquates Mittel zur Rückeroberung des Privaten, kritisiert wird sie als politisches Placebo oder Wirtschaftsförderung unter dem Deckmantel des Privatheitsschutzes.
Der Beitrag soll helfen zu verstehen, welche Akteur*innen in welchen Konstellationen über die Gestaltung von Privatheit in der digitalen Welt verhandeln und inwiefern sich die Netzgemeinde an dieser Gestaltung durch netzpolitischen Aktivismus beteiligen kann und will.

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DOEFF-A-04: Braune, Hebenstreit – Repressive Toleranz 2.0

REPRESSIVE TOLERANZ 2.0
Andreas Braune, M.A.,wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideen- geschichte
Jörg Hebenstreit, M.A., wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Lehrstuhl für das politische System der BRD
beide Institut für Politikwissenschaften, Uni Jena

Kurzzusammenfassung:
Mit normativen politischen Theorien u.a. von Benjamin Barber und Herbert Marcuse diskutieren Andreas Braune und Jörg Hebenstreit, wie sich im Internet gesellschaftliche Verhältnisse reproduzieren und es in seiner gegenwärtigen Form eher dazu neigt, Entfremdung statt gelingender politischer Sozialisation zu produzieren und damit eine Maschine dessen wird, was Herbert Marcuse einmal repressive Toleranz nannte. Auf Grundlage normativer politischer Theorie stellen die Autoren Arbeitshypothesen über die Quellen auf, die im Internet zu einer Entfremdung führen und überprüfen diese anhand von qualitativen und quantitative empirischen Belegen.

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DOEFF-A-03: Hösl – Information- und Kommunikationstechnologie-basierte Organisation kollektiven Handelns im politischen Kontext – eine Vergleichende Analyse

Information- und Kommunikationstechnologie-basierte Organisation kollektiven Handelns im politischen Kontext – eine Vergleichende Analyse
Maximilian Hösl, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Projektgruppe: Politikfeld Internet.

Kurzzusammenfassung:
Maximilian Hösl geht in seinem Beitrag der Frage nach, wie kollektives Handeln im digitalen Zeitalter organisiert ist. Anhand von dem „Hackerkollektiv“ Anonymous, den UK Riots 2011, der sozialen Bewegung India against Corruption 2011 und der Piratenpartei Deutschland analysiert er verschiedene Organisationsformen kollektiven Handels und untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen der Nutzung von Informations-und Kommunikationstechnologien und der Organisationsform kollektiven Handelns besteht.

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DOEFF-A-02: Dolata; Schrape – Kollektive Formationen im Netz – eine Systematisierung

Kollektive Formationen im Netz – eine Systematisierung
Prof. Dr. Ulrich Dolata, Abteilung Organisations- und Innovationssoziologie
Dr. Jan-Felix Schrape , wissenschaftlicher Mitarbeiter, Abteilung Organisations- und Innovationssoziologie
beide am Institut für Sozialwissenschaften, Uni Stuttgart

Kurzzusammenfassung:
Die Vielfalt kollektiver Aktivitäten im Web werden meist nicht analytisch differenziert erfasst, sondern mit dehnungsfähigen Begriffen wie »swarms«, »crowds« oder »networks« beschrieben.
Ulrich Dolata und Jan-Felix Schrape geben in ihrem Beitrag anhand empirischer Beispiele einen typisierenden Überblick über wesentliche kollektive Formationen im Web und gehen der Frage nach, welchen Einfluss die technologischen Infrastrukturen des Netzes auf ihre Entstehung, Strukturierung und Aktivität haben.

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DOEFF-A-01: Antić – Demokratischer Experimentalismus – ein Weg durch die Unübersichtlichkeit? Überlegungen zu einer pragmatistischen Theorie digitaler Öffentlichkeiten

Demokratischer Experimentalismus – ein Weg durch die Unübersichtlichkeit? Überlegungen zu einer pragmatistischen Theorie digitaler Öffentlichkeiten.
Andreas Antić, Universität Potsdam, Institut für Philosophie

Kurzzusammenfassung:
Das Internet hat bekanntlich fundamentale Veränderungen im Bereich Kommunikation ausgelöst und so zu einer grundlegenden Transformation der Öffentlichkeit geführt. Anhand John Deweys Theorie des „Demokratischer Experimentalismus“ setzt sich Andreas Antic´ konzeptionell mit der Frage auseinander, wie eine digital vernetzte, globalisierte Öffentlichkeit verstanden werden kann, die in unzählige Kommunikationsprozesse verzweigt und für politisch handelnde Individuen und Akteure unübersichtlich ist. Mit Deweys Demokratieverständnis und im Kontext der Überwachungsaffäre analysiert er dabei, inwieweit technologische Möglichkeiten das Potenzial haben zu einer Transformation der gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse zu führen und welchen Stellenwert der politischen Kultur dabei zukommt.

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DOEFF-01: Stalder – Politik der Digitalität: Zwischen Postdemokratie und Commons

Politik der Digitalität: Zwischen Postdemokratie und Commons.
Prof. Dr. Felix Stander, HDK ZürichAndreas

Kurzzusammenfassung:
In seiner Keynote „Politik der Digitalität: Zwischen Postdemokratie und Commons“ erläutert Felix Stander die Strukturbedingungen und Formen der Kultur und Politik der Digitalität und erklärt, wie sich durch diese die Krise der Repräsentation verschärft, indem eine fortgesetzte Entkopplung von Beteiligung und Entscheidungen stattfindet. Zugleich wirft er einen Blick auf die aus der Netzkultur entstandenen Kultur der Commons.

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