Monthly archives: Mai 2010

Die systematische Ausnutzung von Lehrenden und Forschenden an der Universität mit Helmut Pape

Markus und ich haben Helmut Pape in Bamberg besucht und mit ihm über die systematische Ausnutzung von Lehrenden und Forschenden im Universitätsbetrieb gesprochen. Anlass war der Zeitartikel “Uni-Sklaven, vereinigt euch!“. Nach einer kurzen Einleitung zu Helmut Pape selbst, versuchen wir ab Minute 14 das Problem möglichst genau darzustellen. Ergänzend können wir euch zu dem Thema auch noch unseren Podcast zum Mittelbau empfehlen. Weiterführende Gedanken, Linktipps und Kritik könnt ihr gerne in die Kommentare schreiben.

Frank

Shownotes:

Orginalartikel der Aktiven Fachschaft Politikwissenschaft
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Nikita Dhawan – Gendering Post/Kolonialismus, Decolonising Gender

Der Vortrag von Prof. Dr. Nikita Dhawan “Gendering Post/Kolonialismus, Decolonising Gender” am 28.04.2010 in Marburg hier zum nachhören. Mehr Informationen zur Ringvorlesung des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung unter: http://www.uni-marburg.de/genderzukunft/

Referent/Beteiligte:

Prof. Dr. Nikita Dhawan – Politikwissenschaft, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt

Weitere Informationen:

Die Ringvorlesung “Gender Studies und feministische Wissenschaft” ist interdisziplinär und wird von Lehrenden verschiedener Fachbereich der Philipps-Universität Marburg sowie von Gastdozentinnen und -dozenten anderer Universitäten gestaltet. Die ReferentInnen und die Themen der weiteren Vorträge im Rahmen der Ringvorlesung finden Sie hier. Die Veranstaltung findet jeweils Donnerstag von 18:00 bis 20:00 Uhr im Hörsaalgebäude, Biegenstr. 14, Raum HG 207 statt.

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Heinz-Jürgen Voss – Das Geschlecht der Gleichen

Einen Audio-Mitschnitt des Vortrags von Heinz-Jürgen Voss “Das Geschlecht der Gleichen. Entsprechungen und Gleichheit von Mann und Frau in biologischen Geschlechtertheorien” am 21.04.2010 in Marburg können Sie ab sofort als Podcast anhören.

Referent/Beteiligte:

Dr. Heinz-Jürgen Voss – Biologie, Universität Bremen

Weitere Informationen:

Historische Arbeiten neuerer Geschlechterforschung, die sich biologisch-medizinischen Geschlechtertheorien zuwandten, haben Geschlechterdifferenz betont. So arbeiteten Thomas Laqueur, Londa Schiebinger und Claudia Honegger heraus, dass ab etwa 1800 in solchen Theorien „Frau“ und „Mann“ anatomisch und physiologisch deutlich unterschieden worden seien, auch deutlicher als in den Jahrhunderten zuvor. Theorien die mehr Gewicht auf die Entsprechung und Gleichheit von „Frau“ und „Mann“ legten wurden in diesen Arbeiten als vereinzelte Zwischenrufe kenntlich gemacht. Das waren sie keineswegs.Mit einem einseitigen Blick auf Differenz fokussierende Arbeiten trägt man dazu bei, dass die Annahme gestärkt wird, dass „biologisches Geschlecht“, dass Differenz zweier Geschlechter „natürlich“ – im Sinne von vorgegeben und unabänderlich – sei. Daher wird in diesem Input ein anderer Blick eröffnet: Es wird explizit auf Entsprechung und Gleichheit in biologisch-medizinischen Geschlechtertheorien geschaut. Es wird herausgestellt, wie um 1800 für „Frau“ und „Mann“ ein gleichwertiger Beitrag zur Zeugung beschrieben wurde, dies in Abkehr von Präformationstheorien. Es wird ausgeführt, wie um 1800 oftmals die „weiblichen“ und „männlichen“ Genitalien als sich entsprechend bzw. zumindest mit einem gemeinsamen embryonalen Ursprung herausgestellt wurden. Es wird deutlich gemacht, wie die Sichtweise eines gemeinsamen Ursprungs in der Entwicklungsbiologie Verbreitung fand und heute eine anerkannte Sichtweise in der Entwicklungsbiologie darstellt. Und es wird herausgearbeitet, dass auch heutige Geschlechtertheorien mehr und mehr nur noch den Schluss zulassen: Differenz zweier Geschlechter gibt es nicht. Es wird zu einer breiten Diskussion über biologisch-medizinische Geschlechtertheorien und ihre gesellschaftliche Herstellung angeregt. Was heißt es, wenn Menschen nach Geschlecht nicht mehr in zwei oder wenige Gruppen unterschieden werden können?

mehr Informationen auf : http://www.uni-marburg.de/genderzukunft/

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